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Michael Zaddach, Leiter des Servicebereichs IT am Flughafen München, ist Sprecher auf der Digital Aviation Conference am 11. September. In unserem Exklusiv-Interview spricht er über digitale Pilot-Projekte und wie er den Flughafen von morgen sieht.

„Der Aufenthalt am Flughafen wird zu einem 'well being'-Erlebnis“

Michael Zaddach, Leiter des Servicebereichs IT am Flughafen München, ist Sprecher auf der Digital Aviation Conference am 11. September. In unserem Exklusiv-Interview spricht er über seine digitalen Pilot-Projekte und wie er den Flughafen von morgen sieht.

Herr Zaddach, welchen Stellenwert hat das Thema Digitalisierung am Flughafen München?
Die Digitalisierung von Prozessen ist am Flughafen München kein wirklich neues Thema. Viele Arbeitsprozesse sind bereits seit vielen Jahren durch intelligente IT-Lösungen unterstützt und ermöglichen eine hohe Effizienz und Produktivität. Digitalisierung heute bedeutet für uns aber eine noch viel stärkere Vernetzung von Systemen, eine viel bessere Nutzung von Daten (Big Data), Vorhersagbarkeit (Prediction) von Ereignissen und speziellen Situationen und eine viel stärkere Vernetzung mit dem Endkunden (B2C), unserem Passagier.

Warum messen Sie dem Thema eine so hohe Bedeutung bei?
Wir sind der festen Überzeugung, dass die Möglichkeiten der Digitalisierung uns Potentiale für Effizienzsteigerung, Kostensenkung und Qualitätsverbesserung ermöglichen.

Welche Projekte haben Sie in München bisher konkret auf den Weg gebracht?
Unter dem Schirm DigitAllCustomer treiben wir eine Vielzahl von Initiativen im B2C Bereich voran. Wir haben z.B. die erste Multi Airport App „Passngr“ entwickelt, die eine viel bessere Information und Kommunikation mit unseren Passagieren ermöglicht. Diese App wird heute schon von mehreren deutschen Flughäfen genutzt. Weiterhin treiben wir z.B. Projekte in den Bereichen Smart Parking, Autonomes Fahren und den Einsatz von Robotern in Verbindung mit KI zur Passagierinformation in den Terminals.

Was tun Sie um geeignete IT-Experten zu finden?
Wir bilden selber aus und arbeiten eng mit den Münchner Universitäten zusammen. Auf diesem Weg erreichen wir einen frühen Kontakt mit dem Flughafen und den vielfältigen Aufgabenbereichen des Flughafens. Weiterhin stellen wir uns durch innovative Ansätze, wie z.B. durch unser neues Information Security Center attraktiv und innovativ dar.

Welche Technologie wird die Flughafenwelt Ihrer Meinung nach künftig am meisten verändern?
Big Data und Prediction.

Wie stellen Sie sich Ihren Aufenthalt am Flughafen München in zehn Jahren vor?
Der Prozess für den Passagier wird sich durch den Einsatz von intelligenten Lösungen und Biometrie stark vereinfachen und mehr und mehr „seamless“ werden. Der Aufenthalt am Flughafen wird zu einem „well being“ Erlebnis. Die derzeit „stressigen“ Prozessschritte verschwinden mehr und mehr und der Passagier wird mehr Zeit für das „Erlebnis Flughafen“ haben.

Herr Zaddach, vielen Dank für das Gespräch!

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