Das war die #digiav19!

Rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und über 20 hochkarätige Experten und Entscheidungsträger aus Luftfahrtindustrie, Digitalwirtschaft, Politik und Wissenschaft haben die vierte Digital Aviation Conference zu einer bemerkenswerten Konferenz gemacht. Das Programm mit visionären Vorträgen, interessanten Bühnengesprächen und inspirierenden Paneldiskussionen reflektierte die großen Zukunftsthemen erfolgreicher Digitalisierungsstrategien in der Luftfahrtindustrie.

Nach der Begrüßung durch Dr. Bernhard Rohlehder, Hauptgeschäftsführer des Bitkom, eröffnete Prof. Rolf Henke, Vorstandsmitglied des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), die Konferenz. In seiner Keynote beleuchtete Prof. Henke die Potenziale und Herausforderungen der Digitalisierung für eine zukunftsweisende Luftfahrt. Kernthemen waren das digitale Abbild der gesamten Lebenszyklusphase eines Flugzeuges, aber auch die virtuelle Zertifizierung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

Die Konferenz bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein abwechslungsreiches Programm, das innovative Digitalisierungslösungen industrieübergreifend präsentierte. Schlüsselthema war der gegenwärtige Technologiesprung und sein Potenzial für eine intelligente und vernetzte Luftfahrt. Big Data, Künstliche Intelligenz, Machine Learning und Virtual Reality wurden weniger als digitale Trends, sondern vielmehr als technologische Innovationen betrachtet, die alle Akteure gleichermaßen in den Fokus des Digitalisierungsprozesses rücken.

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz bedeutet einen enormen Wertezuwachs für die Luftfahrt und für die Flugsicherung, gerade vor dem Hintergrund eines anwachsenden Luftverkehrsaufkommens. Jörg Buxbaum, Leiter Invention & Research von der DFS Deutsche Flugsicherung, sprach über realistische Einsätze von Künstlicher Intelligenz und beleuchtete jedoch zugleich auch die hohen Sicherheitsstandards in der Luftfahrtindustrie. Anneke Hamann vom Institut für Flugführung des DLR konkretisierte die Wichtigkeit von Künstlicher Intelligenz für den Flughafen der Zukunft. Sie präsentierte das Projekt „Remote Tower for Multiple Airports“, das die simultane Überwachung mehrerer Flughäfen aus der Ferne ermöglicht. Carina Schnitzenbaumer, Leitern AirSense von Airbus Defence and Space, erläuterte die Möglichkeiten eines globalen Luftverkehrsmanagements in Echtzeit durch Big Data und Machine Learning, um Flugrouten im virtuellem Raum zu optimieren und die Luftraumnutzung zu verbessern.

Neuartige Mobilitätskonzepte ergeben sich durch die digitale Transformation auch für Urban Air Mobility. Zivile Drohnen als individualisiertes Fortbewegungsmittel, mit oder ohne Pilot, sollen die Zukunft eines wachsenden und zunehmend diversen Mobilitätsangebots werden. Über die Chancen und Risiken der Mobilität der dritten Dimension sprachen Branchenexperten von FACC Operations, Roland Berger, Boeing Global Services und der Technischen Hochschule Ingolstadt. Technologischer Fortschritt, gesellschaftliche Akzeptanz und regulatorische Hürden wurden dabei thematisiert. Nicolas Brieger, Consultant Aerospace Innovation & Digitalisation von P3 Aviation, referierte über Urban Air Mobility und deren infrastrukturelle Einbindung in das städtische Mobilitätsangebot. Grundlage ist die Analyse des Passagierverhaltens.

Ein großes digitales Thema war auch die Customer Centricity in der Luftfahrt. Über kundenzentrische Produktentwicklungen diskutierte unter anderem Guido Woska, Head of Passenger Experience Design von Lufthansa. Aus der Perspektive des globalen Kunden wurde aufgezeigt, wie Innovationen und Technologien, zum Beispiel von Aviova, die Abläufe des Flughafensystems für Passagiere verbessern können und Virtual Reality in der Zukunft zu einem interaktiven und smarten Passagiererlebnis führen könnten. Stephan Erler, Country Manager Deutschland von easyJet, sprach stellvertretend für eines der digital fortschrittlichsten Airline-Konzepte über eine nachhaltige und vernetzte Digitalisierung, um Serviceangebote personalisierter auf den Passagier abzustimmen und den digitalen Luftraum innovativer zu gestalten.

Zu den Höhepunkten des Programms zählte auch die Verleihung des Innovationspreises der Deutschen Luftfahrt (IDL), der zukunftsweisende Ideen junger Startups und etablierter Unternehmen unter dem Jury-Vorsitz von Prof. Rolf Henke (DLR) auszeichnete. Auch im vierten Jahr des Innovationspreises gingen wieder zahlreiche Bewerbungen ein, um in den Preiskategorien „Fliegen neu Denken“, „Emissionsreduktion“, „Smart Factory“ und „Cross Innovation“ die besten Innovationen und Technologien der digitalen Luftfahrt zu prämieren. Als Gewinner wurden ausgezeichnet:

  • Smart Factory: Airbus mit einer neuartigen Technologie für den metallischen 3D-Druck
  • Fliegen neu Denken: TU Berlin mit einem Verbundflugzeug als zivile Drohne mit langer Flugzeit und hoher Nutzlast
  • Emissionsreduktion: Diehl Aviation mit einer Kombination aus Kombüse und Toilette für eine optimale, räumliche Ausnutzung von Schmalrumpfflugzeugen
  • Cross Innovation: Dino Robotics mit der gleichzeitigen Verarbeitung von 3D-Daten und der Steuerung adaptiver Roboterbewegungen in einer Applikation

Der Konferenztag endete für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einem entspannten Get-Together, den der Bitkom in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ausrichtete.

Einen besonderen Dank gilt unseren Partnern, die mit Ihrem Engagement und Ihrer Unterstützung, auch als Aussteller, den Erfolg der Digital Aviation Conference 2019 ermöglicht haben.

Wir bedanken uns für eine vielseitige Netzwerkveranstaltung!

 

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